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Freiland

Liebe Besucherinnen und Besucher, Museen sind Orte der Begegnung mit materiellen und immateriellen Zeugnissen von Menschen und ihrer Umwelt. Als die Aufgaben der Museen werden immer wieder fünf Kernbegriffe genannt: Sammeln, Bewahren, Ausstellen, Vermitteln und Forschen. Durch die Auswirkungen des Computerzeitalters auf die Gesellschaft befindet sich die Institution Museum in einem nachhaltigen Veränderungsprozess. Dieser stellt eine besondere Herausforderung für die Häuser dar, die Ergebnisse künstlerisch schöpferischer Arbeit in den Mittelpunkt stellen. An einem realen Ort vereinten die Museen bislang Sammlungen unterschiedlichster Kunstobjekte. Um als Museum den Aufgaben und den damit verbunden Anforderungen auch zukünftig gerecht zu werden, dürfen die Möglichkeiten, die die digitalen Medien für die Kunst bieten, nicht ausgeblendet werden. Diese existieren vor allem auf zwei Ebenen: Die Integration von Kunstwerken, die als „born digital“ einzustufen sind, und die Erweiterung der Vermittlung von Objekten entsprechend einer sich verändernden Wahrnehmung von Kunst. Die Voraussetzung für einen fruchtbaren Dialog mit und zwischen allen Medien ist die Akzeptanz der gemeinsamen Basis. Trotz der zunächst unüberwindlich scheinenden Gegensätze zwischen dem materiellen Objekt, das durch die individuelle Bearbeitung des Künstlers die Aura der Einmaligkeit für sich beanspruchen kann, und dem virtuellen, durch technische Hilfsmittel erzeugten und damit vermeintlich „handschriftlosem“ Werk bleibt ein verbindender Ausgangspunkt bestehen, nämlich der Wille einer Idee künstlerischen Ausdruck zu verleihen. Die Qualität eines Kunstwerks darf demnach nicht anhand des gewählten Mediums bemessen werden, sondern allein aufgrund der künstlerischen Leistung. Die sich erweiternde Bandbreite an Kunstobjekten stellt auch neue Anforderungen an ihre Präsentation und Vermittlung. Ähnlich wie die künstlerische Leistung für das Werk steht für das Museum die Erfüllung seiner Aufgaben im Mittelpunkt. Museen müssen sich in Zukunft noch intensiver mit der Frage des adäquaten Umgangs mit Kunst beschäftigen. Jede Ausdrucksform benötigt eine geeignete Präsentationsform für den Besucher. Demnach wird es – je nach Werk – die Notwendigkeit für einen realen oder auch virtuellen Ausstellungsraum geben. Das Museum erfüllt in beiden Fällen in gleichem Umfang seine Aufgaben. Mit dem Ausstellungsprojekt „Freiland“ bespielt das Clemens Sels Museum Neuss erstmals seinen virtuellen Ausstellungsraum im Netz. Ab dem 17. Mai 2015 wird mit der Ausstellung „re:set. Abstract painting in a digital world“ der Diskurs zu diesem aktuellen Thema in den Räumen des wiedereröffneten Clemens Sels Museums Neuss fortgesetzt.
play Dr. Uta Husmeier-Schirlitz, Director of Clemens Sels Museum Neuss

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